Autor Thema: GHK AKM  (Gelesen 6597 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Jay

  • Капитан
  • Trade Count: (0)
  • ****
  • Thank You
  • -Receive: 231
  • Beiträge: 2.902
    • Profil anzeigen
    • Airsoftclub Eisenstadt
GHK AKM
« am: 15:14, Sa 01. Okt. 2011 »
GHK AKM
Avtomat Kalashnikova Modernisirovanniy


Ohne große Umschweife muss hier festgehalten werden dass der optische Eindruck der AKM schlichtweg hervorragend ist. Gleich zu Beginn steht fest: Look & feel der GHK AKM sind im Airsoftbereich schwer zu schlagen. Das Finish der Stahlteile trägt ebenso zu diesem Eindruch bei wie die dem Original sehr nahe kommenden Holzteile. Dieses, freundlicherweise von AirsoftHQ.at zur Verfügung gestellte, Modell aus dem Hause GHK lässt Kennerherzen höher schlagen. Das liegt darin begründet dass GHK bei diesem Modell Li Cheng Techniques Business Company (auch bekannt als LCT Airsoft) als Kooperationspartner zur Herstellung der Externals gewinnen konnte. Nicht umsonst gelten im Airsoftbereich LCT Modelle als optisch sehr realitätsnah. Nachdem LCT bereits eine Vielfalt an AK Modellen als AEGs für den Airsoftmarkt produziert, stellt sich die Frage, was diese AKM so besonders macht. Die Frage ist sowohl schnell als auch prägnant beantwortet: es handelt sich um eine Gas Blowback Rifle. Gas Blowback Rifles, oder kurz GBBR, sind nicht neu, aber bis dato gab es für den Freund der rostigen Seite der Macht keine wirklich brauchbare AK.


GHK brachte vor einiger Zeit zwar die AK74 Reihe auf den Markt, diese waren jedoch weder optisch noch technisch wirklich brauchbar. Kalash/DBoys externals sowie sehr anfällige Internals konnten nicht überzeugen und somit blieb die AK GBBR ein Nischenprodukt. Mit der jetzt erschienen AKM brachte GHK nicht nur ein neues Modell mit signifikant verbesserten Externals, sondern auch ein neues Gassystem zum Einsatz welches die Voraussetzungen mitbringt auch den „östlichen Sektor“ der Airsoftwelt in das Gaszeitalter zu katapultieren.



Die Internals sind zwar nach wie vor aus Potmetal gefertigt, sämtliche Externals allerdings, mit Ausnahme des Außenlaufs und den Holzteilen, sind aus Stahl hergestellt. Derzeit gibt es wenige Tuningteile. Diese beschränken sich im Moment auf das „Samoon Blowback Enhancement Kit“ und mit CO2 kapseln betriebene Magazine von GHK. Das Blowback Enhancement Kit besteht aus einem, aus Stahl gefertigtem, Gaskolben der fast das dreifache Gewicht des original verbauten Gaskolbens aus Aluminium besitzt. Mit 140 Gramm, im Gegensatz zu den ursprünglichen Gaskolben mit einem Gewicht von 50 Gramm, wird der Rückstoß merklich erhöht. Zusätzlich enthält das Kit eine längere Rückholfeder für den Verschluß.



Bei einer Testserie von jeweils 30 Schuß hat sich die V0 beim Blowback Enhancement Kit um durchschnittlich etwa 15 fps (etwa 4,6 m/s) gesenkt. Trotz des erhöhten Gasverbrauches durch das verbaute Kit konnte die volle Kapazität des Magazins von 40 BBs verschossen werden. Auch mit Greengas ist der verstärkte Rückstoß deutlich wahrzunehmen, um die größtmögliche Effizienz zu erreichen empfiehlt es sich jedoch das System mit CO2 Magazinen zu betreiben. Die durchschnittlich gemessene Leistung liegt in der Originalkonfiguration bei durchschnittlich 360 fps (siehe Infobox).



Über die Haltbarkeit der Internals lässt sich leider ohne langfristige Benutzung keine aussagekräftige Bewertung abgeben. Es ist zwar noch nicht bekannt ob Tuningteile aus Stahl verfügbar sein werden, Aufgrund der bisherigen Entwicklungen von anderen GBBR Modellen darf man hier aber die Hoffnung behalten dass bald Modifikationen für das System auf den Markt kommen. Aufgrund der Tatsache dass das Gehäuse nicht mit AEG Internals vollgestopft ist, lässt sich die AKM auch mit allerlei „Tuningteilen“ der Original AKM modifizieren. Neben dem Handschutz und dem Anschlagschaft aus Holz kann hier auch ein original Griff verbaut werden.


Auf unserem Foto ist ein originaler Holzgriff verbaut, es ist aber auch möglich einen Bakelitgriff zu verbauen. AEG Griffe kann man nicht ohne Modifikation verbauen, aber wer will das schon wenn man das Original haben kann. Bei allem Lob für das vorgestellte Produkt darf in diesem Falle der Tadel aber auch nicht fehlen. Einerseits sei hier erwähnt dass, so realitätsnah und ansprechend LCT auch arbeitet, das Modell technisch einige Wünsche offen lässt. Zum einen finden wir hier einige Schrauben die das Modell zusammenhalten wo wir, ganz nach VFC Manier und beim Original, gerne Bolzen gesehen hätten, zum Anderen sitzt der, den Mündungsdämpfer fixierende, Stift ohne Widerlager im Kornträger. Das wiederum hat zur Folge dass, sobald der Mündungsdämpfer abgeschraubt wird um beispielsweise eine PBS-1 Schalldämpferattrappe zu installieren, der Sicherungsstift einfach aus dem Kornträger herausfallen beziehungsweise aufgrund der dazugehörigen Feder einfach herausgedrückt und verloren werden kann.


Es gibt aber nicht nur konstruktionsbedingte Kritikpunkte. So sind beim vorliegenden Exemplar sowohl das Korn im Kornträger als auch der Putzstab in dessen Führung locker und können sich selbsttätig lösen. Zwar handelt es sich bei all diesen Mankos um keine gravierenden Defizite die die Funktionalität maßgeblich beeinflussen, von einem Modell in diesem Preissegment könnte man jedoch erwarten dass solchen Details mehr Beachtung geschenkt wird.

Das Fazit

Im Vergleich zu ihren früheren Modellen ist GHK in Kooperation mit LCT Airsoft hier ein potentielles Meisterstück gelungen. Zwar ist die Haltbarkeit der originalen Internals zweifelhaft, aber trotz kleinerer Kritikpunkte stellen die Externals einen Meilenstein der GBBR AKs dar. Es bleibt abzuwarten wie sich das GHK Modell gegenüber den anderen angekündigten AK GBBR Modellen schlagen wird, optisch jedenfalls ist der GHK AKM ein Platz in den Ruhmeshallen sicher.
Wer kleinere Modifikationen an der AKM nicht scheut, für den ist dieses Modell aufgrund seiner ausgesprochen realitätsnahen Erscheinung sehr zu empfehlen.


Das Original

Nach einigen Modifizierungen der AK (AK 47) wurde schlußendlich 1959 die AKM eingeführt. Der maßgebliche Unterschied der AKM zu der ursprünglichen AK war die Herstellungsweise des Gehäuses. Es wurde mittels Blechprägetechnik hergestellt, was im Gegensatz zu den gefrästen Gehäusen der AK eine enorme Gewichtsreduktion und einfachere Herstellung zur Folge hat. Wie auch schon beim Vorgänger, wurde die AKM auch als Version mit klappbarer Schulterstütze hergestellt. Die sogennante AKMS (s für skladnoj – klappbar) hat auch eine leicht veränderte einklappbare Schulterstütze aus Stahl die, im Vergleich zu der Schulterstütze der AKS, weniger vom Gehäuse abgewinkelt ist.
Aufgrund des stärkeren Kalibers wird die AKM (bzw. AKMS) auch heute noch von den russischen Streitkräften eingesetzt, ganz abgesehen davon dass andere Nationen Derivate der AKM bis zum heutigen Tag als Standardbewaffnung im Dienst haben.



pro
contra
+ exzellentes Finish - teilweise schlampige Verarbeitung bei Details
+ kompatibel mit Originalteilen - wenige Tuningteile erhältlich
+ Enhanced Blowback Kit und CO2 Magazine verfügbar - hoher Preis
+ überarbeitete Internals
+ LCT Externals


Infobox Facts
GHK AKM GBBR
LCT Externals
Leistung im Auslieferungszustand ca. 360 fps
Leistung mit Enhanced Blowback Kit ca. 345 fps
Rahmenbedingungen: Excel 0,2g  BIO-BBs, 20°C Raumtemperatur, Treibmittel: Greengas. Gemessen mit Guarder Speeder 2000.
Die Durchschnittswerte wurden aus Serien mit jeweils 30 Schuss ermittelt.
« Letzte Änderung: 23:55, Mi 23. Mai. 2012 von Jay »