Autor Thema: Telnyashki  (Gelesen 10101 mal)

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Offline Jay

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Telnyashki
« am: 12:16, Di 23. Mär. 2010 »
Telnyashka (Тельняшка) sg., Telnyashki (тельняшки) pl.

Obwohl viele glauben dass jeder russische Soldat ein Telnyashka trägt, sind diese jedoch nur bei "spezial" Einheiten zu finden.
Es handelt sich dabei z.B. um VDV, Marineinfanterie usw.

Geschichte

Ursprünglich kommt das gestreifte Unterhemd aus Frankreich.
Fischer aus der Bretagne trugen gestreifte Hemden um sich aus der Distanz von Fischern anderer Nationen unterscheiden zu können. Stark verbreitete Nutzung der gestreiften Unterhemden fand in diversen Marinen weiterer Nationen, neben Frankreich und Russland, zur Zeit der Einheitslinienschiffe (Mitte 1890-1905) statt.
Wahrscheinlich wurde ca. 1876 das gestreifte Unterhemd als Telnyashka offiziell bei der zaristischen Kriegsmarine eingeführt.

Das für die Marine typische Traditionsbewusstsein und Ehrgefühl spiegelte sich auch in der Verwendung der Telnyashki wieder.
Das und die Beteiligung des Panzerkreuzer Auroras bzw. dessen Besatzung an der Oktoberrevolution und der massive Einsatz von Matrosen als Infanteristen im Zweiten Weltkrieg (welche sich durch Ihre Kampfweise den Respekt der Kameraden und der Gegner sicherten) trugen sicherlich dazu bei, den "Elitestatus" zu bilden den das Telnyasha dem Träger verleiht.
Die Telnyashki der Marine waren Dunkelblau (Kornblumenblau), Marineinfanterie (und später auch UBootfahrer) begannen deshalb schwarzgestreifte Telnyashki zu verwenden um sich etwas abzugrenzen.



Verbreitung

Um die Hintergründe für diese doch recht eigenwillige Kleidungswahl für "Landeinheiten" zu verstehen, müssen wir uns an die Anfänge der Luftfahrt zurückbegeben.
Nachdem die Erfindung des Flugzeuges die Waffengattung der Fallschirmjäger erst möglich gemacht hatte, waren Pioniere der Fallschirmjäger aus anderen Waffengattungen bzw. Truppen herangezogen worden um diese neuen Verbände aufzustellen.
Um die elitäre Stellung dieser neuen Truppe zu unterstreichen und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken wurde die Tradition der Telnyashki durch General Margelov, der selbst als Soldat bei der Marineinfanterie diente und wärend dem "Großen Vaterländischen Krieg" von 1941-1945 die Fallschirmjäger modernisierte, auch hier eingeführt.
Es wurde jedoch darauf geachtet auch den Sonderstatus wiederzuspiegeln, weswegen die Telnyashki in Waffengattungsfarbe, Hellblau (Himmelblau), eingeführt wurden.
Im Laufe der Zeit sind auch andere Einheiten auf den "Zug aufgesprungen", wohl auch weil der Erfolg der Luftlandeeinheiten und deren Status das Bild des "Telnyashkaträgers" weiter zum Helden stilisiert haben.

Ein Beispiel hierzu ist Vassili Zaitsev, ein bekannter russischer Scharfschütze aus dem 2. Weltkrieg.
Er hatte 225 bestätigte Abschüsse in der Schlacht um Stalingrad, darunter auch Offiziere und 11 Scharfschützen der Wehrmacht.
Ursprünglich Matrose der sovietischen Pazifik Flotte (Тихоокеанский флот - Tikhookeanskiy flot),
bestand er nach seiner gewünschten Versetzung zu den Landstreitkräften nach Stalingrad darauf selbiges weiterhin zu tragen.


Arten

Heutzutage gibt es bereits mehrere Einheiten die Telnyashki als Zeichen ihres "Elitestatus" tragen.

Zu diesen zählen:

VDV -  hellblau
Marine, Marineinfanterie, FSB Spetsnaz, Präsidentengarde - dunkelblau
MVD Spetsnaz - dunkelrot
Grenztruppen - hellgrün
MTshS, (EMERCOM) - orange
kommerziell (evtl auch Marineinfanterie) - schwarz

Neben der Farbgebung, gibt es vor allem Unterschiede in der Ärmellänge bzw. in der Dicke des Stoffes. Neben der dünneren Standardausführung gibt es doppelt bzw. vierfach gewebte.
Letztere sind vor allem als Unterziehhemd für Taucher in ihren Trockentauchanzügen gedacht. Sie halten den Oberkörper selbst bei 5°C ohne zusätzlicher Überkleidung warm.




Stellenwert

Telnyashki sind leicht zu beschaffen und in Russland auch an fast jeder Ecke zu erwerben.
Es gilt jedoch als unangebracht ein Telnyashka zu tragen das man sich nicht "verdient hat".
So sollte man es z.B. vermeiden ein hellblaues VDV Telnyashka in der Öffentlichkeit (in Russland) zu tragen, vor allem am 2. August, sofern man nicht beim VDV gedient hat.
Das zeigt welchen Stellenwert die Russen diesem Kleidungsstück beimessen, der für uns (vor allem aufgrund der Tatsache dass die Telnyashki schon fast kommerzialisiert sind) schwer nachzuvollziehen ist.

In Russland gibt es ein bekanntes Sprichwort welches besagt, dass ein Telnyashka eine Eigenschaft eines "wahren Mannes" ist:
"Нас мало, но мы в тельняшках!" - Nas malo, no my v telnyashkakh — Wir sind zwar wenige, aber wir tragen Telnyashki!
« Letzte Änderung: 13:17, So 23. Jan. 2011 von Jay »

Offline Hoshinski

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Re:Telnyashki
« Antwort #1 am: 18:19, Mi 02. Jun. 2010 »
ich hab ne Frage bezüglich dieses Bilds:

Auf dem Bild ist Vityaz Mitglied. Welches Telnyashki müsste ich mir denn zulegen das
es das selbe ist wie auf dem Bild?

Offline Jay

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Re:Telnyashki
« Antwort #2 am: 21:34, Mi 02. Jun. 2010 »
das rechte is zwar recht hell, aber ein dunkelblaues (langärmliges ^^)

Offline spezzo

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Re:Telnyashki
« Antwort #3 am: 13:05, Mi 23. Jun. 2010 »
ich habe meine vdv telnjashka und trage das ding fast jeden tag. sie ist von meinem vater noch das ding ist über knapp 27 jahre alt hat vieles erlebt vor allem 3 jahre afghanistan einsätze und passt wie angegossen...
also kann nur jedem empfehlen aber ganz wichtig nur das original kaufen kein fake!!!

Offline Jay

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Re:Telnyashki
« Antwort #4 am: 13:22, Mi 23. Jun. 2010 »
Naja, Es gibt auch an Unterschied zwischen Sachen die in der Sowjetunion hergestellt wurden und welche die später in Russland hergestellt wurden.
Qualitativ sind die sowjetischen sicher höherwertiger. Erst langsam beginnt sich der Trend der Qualität in russland abzuzeichnen. Sehr langsam. Also grundsätzlich ist das "alte" bessser. Das "neue" aber ned unbedingt "fake".

Offline spezzo

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Re:Telnyashki
« Antwort #5 am: 13:25, Mi 23. Jun. 2010 »
naja ich meine damit auch nur die gefaketen trittbrettfahrer wie milspec oder ukrainische kellerproduction usw. die original telniks von heute sind super hab selber mehrere davon....

Offline Jay

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Re:Telnyashki
« Antwort #6 am: 13:27, Mi 23. Jun. 2010 »
Meh, da gibts GEWALTIGE Qualitätsunterschiede bei dne "heutigen".
Meine sind alle direkt in russland (Moskau) gekauft. ein paar sind spitze ein paar sind besch****n. Aber hey, das is halt so.

Offline spezzo

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Re:Telnyashki
« Antwort #7 am: 13:30, Mi 23. Jun. 2010 »
naja dann sind das halt solche kellerproduktionen, ich habe meine direkt aus den vdv armee beständen von Rjazan (dort ist die vdv offiziersschule) und diese quali ist DERBE GUT!!!
alles andere was du in russland kriegst bzw. vieles ist alles dreck...glaube mir bin alle drei monate drüben und es hat sich zwar vieles gebessert aber vieles ist noch schlimmer geworden ...

Offline Maj. Shatokhin

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Re:Telnyashki
« Antwort #8 am: 01:06, Do 07. Jul. 2011 »
Update :

Ofiziel in der Russ-Marine Eigeführt 1874 auf befehl Großfürsten Konstantin Nikolajewitsch Romanow (http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Nikolajewitsch_Romanow) um die matrosen oben auf  der Takelage besser erkennen zu können.
Zur zeiten der Oktoberrevolution wurde als symbol für das Meer, wagnis und Mut  angesehen!

Bei VDV wurde das Marinehemd eingeführt 1968 im andenken an die Baltikum matrossen zu WWII durch Wassili Filippowitsch Margelow(http://de.wikipedia.org/wiki/Wassili_Filippowitsch_Margelow) Als die Operation" Donau" (http://de.wikipedia.org/wiki/Prager_Fr%C3%BChling) abgeschlossen war.

Ausserdem zahlt das Jahr als geburtstunde den neuen Uniform beim VdV ( das bild zeig alte und neue uniformuntersil)
http://www.margelov.com/photos/mus/s3.jpg

Margelov war comander der Baltikum matrossen der LenigradBlokade ab 21.11.1941 und wurde beindrückt durch willenstärke und risikobereitschaft immer die hofnugslose auftrage von Marineinfanteristen auszuführen (http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_des_Lebens)

Bei der Einführung  in VDv truppen wurde die farbe leicht verändert aus Blau wurde himmel-blau.

Zu zeiten des Kalter Kriegs waren Marinehemde ohne etiketen und es war für die Anfänger nicht leicht festzustellen wo gerade vor. od die Rückseite war.

Als hilfe diente immer kleiner trick- da wo am/ab kragen richtung Bauch blaueline anfängte war immer vorn und weis war immer das Rückenteil.

Die echten also die Schwarzen tragen U-boot Matrossen und Marineinfanteristen, alle anderen unterstreichen nur das symbolwert für Mut, ect.

Zu farbkatalog würde ich noch die Rotgestreifte für Russlandfeuerwehrler hinzufügen  8)

« Letzte Änderung: 01:25, Do 07. Jul. 2011 von Maj. Shatokhin »
Я Российский МорПех мне на всё наплевать, С автоматом в руках я иду..

Offline Jay

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Re:Telnyashki
« Antwort #9 am: 22:39, Do 02. Feb. 2012 »
Bei den schwarzen Telnyashki bin ich mir nicht so sicher. Es gibt russ. Quellen die behaupten schwarze sind zivile Produktion und nicht militärisch genutzt.

Offline Maj. Shatokhin

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Re:Telnyashki
« Antwort #10 am: 16:55, Fr 03. Feb. 2012 »
The tradition of Russian/Soviet ground troops wearing a naval uniform comes from Soviet Navy sailors who fought on the ground while under siege during World War II. It is exemplified by the famed Soviet sniper Vassili Zaitsev. Zaitsev was a petty officer in the Soviet Pacific Fleet who volunteered for army duty, but, despite transfer, he refused to give up his Navy telnyashka because of the pride it engendered.

General Margelov, who was later to modernise the Soviet airborne forces, had previously served with a Naval Infantry unit in WWII, and procured telnyashkas for the VDV as a mark of their elite status.


Telnyashkas with stripes of certain dark color are traditionally the marks of particular troops, for example:

Black (depth) - submariners
Dark blue (sea) - Navy and Naval Infantry
Light blue (sky) - VDV paratroopers, GRU Spetsnaz (posing as VDV)
Light green (forests) - Border Troops
Red - OMON and Internal Troops of the MVD


http://video.mail.ru/mail/tubist2/2575/4929.html

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